Ada & Zangemann - Ein Märchen über Software, Skateboards und Himbeereis.
Wie erklärst du Kindern, warum Softwarefreiheit wichtig ist, ohne in einen Vortrag über Lizenzen, Monopole oder Big Tech abzurutschen? Genau aus dieser Frage ist Ada und Zangemann entstanden. Ein Kinderbuch, das auf den ersten Blick wie eine schöne Geschichte über Tüfteln, Skateboards und Himbeereis wirkt, auf den zweiten Blick aber Themen wie Open Source, digitale Selbstbestimmung, Tech-Bildung und gesellschaftliche Verantwortung verhandelt.
In dieser Episode sprechen wir mit Matthias Kirschner, Präsident der Free Software Foundation Europe und Autor von Ada und Zangemann. Wir tauchen tief in die Entstehungsgeschichte des Buches ein, sprechen über die Rolle von Creative Commons und Open Educational Resources, über die technische Übersetzungspipeline mit Git und Weblate, über Community-Beiträge aus der Open-Source-Welt und darüber, wie aus einem Kinderbuch ein Film, Braille-Versionen, Lesungen, Schulprojekte und internationale Bildungsinitiativen wurden. Außerdem geht es um Feedback von Kindern, kritische Reaktionen, Diversität in Illustrationen und die Frage, wie wir junge Menschen für Technik, Programmieren und freies Wissen begeistern können.
Wenn du dich für Open Source, Tech Community, Softwarefreiheit, digitale Bildung, Networking in der Community und den Impact von Technologie auf Gesellschaft und Kultur interessierst, ist diese Folge Pflichtprogramm. Und ja, danach hast du ziemlich sicher Lust auf Eis und vielleicht auch darauf, selbst mal ein Buch vorzulesen.
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Transkript
Willkommen zu einer neuen Episode vom Engineering Kiosk Podcast. Zu Gast ist Matthias Kirschner, Autor von dem Kinderbuch Ader und Zangemann. Ein Kinderbuch über Software, Tüfteln, Selbstbestimmung und Himbeereis. Und somit nochmals willkommen zu einer richtig schönen Geschichte. Mit Matthias sprechen wir darüber, wie aus Gute Nacht Geschichten für die eigenen Kinder ein Buch wurde, das, das heute in mehr als dreiig Sprachen verfügbar ist. Wir schauen darauf, wie und warum das Buch unter Creative Commerce Lizenz veröffentlicht wurde und warum ausgerechnet ein Kinderbuch so viel über Monopole, Lobbyismus, Verbrauchergängelung und digitale Freiheit erzählen kann. Diese Geschichte geht primär um die Hintergrundgeschichte zu dem Buch, die Entstehung, das Warum, der Impact, den das Buch hatte bzw. Hat und die Herausforderung, aber auch die Kritik. Ein Einblick, den man sonst so nicht bekommt. Und ganz Wenn ein Kinderbuch Entwickler innen, Schulen, Ministerien und Tech Community zusammenbringt, dann lohnt sich ein genauerer Blick. Also was passiert, wenn Open Source auf Vorlesegeschichten trifft? Genau das klären wir jetzt. Viel Spaß mit dieser Episode. Es kommt selten vor, aber auf diese Podcast Episode habe ich mich wie so ein kleines Kind gefreut.
Ja, ja, richtig, richtig. Und ich sage ja auch öfter, dass wenn man sich freut, dass man dann nackig durch die Wohnung rennt, so wie das Kinder halt ab und zu mal machen und Achtung, ich habe keine Kinder. Das hört man ja immer wieder. Aber jetzt habe ich mich irgendwie so gefreut, so wie Ostern und Geburtstag und Weihnachten zugleich. Denn wir sprechen mal nicht um Code. Und deswegen kann man sich Hä Warum freut der Andi sich denn über eine Podcast Episode, wo es nicht um Code geht? Heute sprechen wir über ein Buch bzw. Über eine Geschichte von einem Buch. Also wirklich das mit diesem Papier und Pappe, das, was man physikalisch oder physisch physikalisch physisch in der Hand hält. Da ist die Warum interessiert uns das denn eigentlich im Engineering Kiosk? Sind wir denn nicht hier alle Digital Natives und Digital First und wollen Bäume und die Natur sichern und allem drum und dran. Dieses Buch schlägt so ein bisschen, würde ich sagen, die Brücke zu Engineering Kultur, Open Source und der Frage, wie man die nächste Generation für Tech begeistert. Jetzt spoiler ich Es geht um ein Kinderbuch. Es geht um ein Kinderbuch über Softwarefreiheit. Es geht um das Kinderbuch Ader und Zangemann und warum freue ich mich da so drauf? Irgendwann, ich glaube Mitte Anfang zwei tausend fünfzehn bin ich über das Buch gestolpert. Da habe ich gedacht, okay, dieses Kinderbuch, interessant, interessant. Und ich habe ein Patenkind, da suche ich natürlich immer etwas zu Weihnachten und zu Geburtstag und ich bin kein Fan davon, irgendwelche Spielsachen zu kaufen, die dann zwei Wochen genutzt werden und dann liegen sie im Schrank rum, klassischer Plastikmüll und habe ich gedacht, irgendwas muss ja da mal, ich sag mal, im Bildungswesen dabei sein. Und ich habe schon ganz früher mal ein Kinderbuch über Alan Turing verschenkt. Gibt so Kinderbücher, da stellen die Persönlichkeiten vor und da gibt es einen zu Einstein und Ada Lovelace und auch eins zu Alan Turing. Und da habe ich gedacht, komm, okay, sie ist jetzt älter, sie ist gerade sechs geworden und dann habe ich also das Ada und Zangemann Buch für sie zu Weihnachten gekauft und lustigerweise am Heiligabend habe ich das Buch dann überreicht, aber sie hat dann auch noch was anderes bekommen und das andere war dann spielzeugnah. Dann wurde der Abend mit diesem Spielzeug verbracht. Das heißt aber nicht, dass ich mich nicht über ihre Geschenke freuen kann. Also was habe ich getan? Ich habe mir das Buch mal eben schnell durchgelesen und ich war, ich hatte ein bisschen Gänsehaut. Ich war so hin und weg. Die Geschichte würde ich fast sagen, war einfach schön und seitdem hat mich eigentlich nicht losgelassen, dass wir mal eine Episode oder vielleicht sogar mehr über diese Story machen sollen. So, lange Rede, kurzer Sinn, heute ist es endlich soweit, denn wir haben dem Autor dieses Kinderbuchs eine Anfrage. Hey Matthias, möchtest du mit uns darüber im Podcast sprechen? Und heute sind wir hier. Hallo Matthias.
Ich habe schon gesagt gespoilt, du bist der Autor des Kinderbuches Ada und Zangemann. Aber wer bist du denn neben deinem Sidekick als Kinderbuchautor? Du bist seit ein und zwanzig Jahren bei der Free Software Foundation Europe aktiv, seit zehn Jahren bist du sogar Präsident der Free Software Foundation Europe. Du hast Politik und Verwaltungswissenschaften studiert und ich habe gelesen, dass du dich seit ein tausend neun hundert neun und neunzig oder dass es im Jahre ein tausend neun hundert neun und neunzig du dich mit GNU und Linux beschäftigt hast und dann realisiert hast, dass Software tief in den Bereichen unseres Lebens verwurzelt ist und dass du dann danach überzeugt bist, dass diese Technik unsere Gesellschaft nicht einschränken, sondern sie befähigen sollte. Und das fand ich ein sehr schöner Satz. Und als ich dann ein bisschen weiter recherchiert habe, habe ich auch gesehen, dass du auch Autor für Netzpolitik Org bist. Und jetzt ist sie meine finale Frage und damit ende ich auch die Vorstellung. Kann ich dich als Papa von Ada und Zange Mann beschreiben?
Darfst du auch gerne machen. Das auch gerne machen, wobei da mehr Leute mit beteiligt waren, wie auch sonst. Da gibt es ja dann nicht nur einen Papa, sondern auch andere, die das mit großziehen. Vielleicht ganz kurz noch, also hier Netzpolitik, ich habe früher mal ein paar Artikel dort geschrieben, das ist mittlerweile auch sehr gewachsen, habe jetzt schon sehr, sehr lange nichts mehr geschrieben. Von daher möchte ich nicht in Fame für andere Leute ihre Arbeit da einheimsen. Also das habe ich in den Anfangsjahren ab und zu mal ein paar Sachen geschrieben. Jetzt machen das andere Leute.
Ist das eigentlich irgendwie eine Fulltime Stelle, so Präsident von der Free Software Foundation Europe oder ist es wirklich was, was man so ganz nebenbei macht? Also wie viel Zeit nimmt sowas in Anspruch und vor allem, wie wird man Präsident? Präsident klingt ja so nach ganz was Großem und der Chef von allen. Kannst du das mal irgendwie einordnen oder vielleicht auch kurz erklären, was ihr eigentlich so mach?
Also ich arbeite Vollzeit für die Free Software Foundation Europe seit zwei tausend neunte Davor war ich mal zwei tausend vier war ich der erste Praktikant, der bei der FSFW angefangen hat. Da bin ich im Studium drauf gestoßen, habe da angefragt. Dann hieß es Wir haben noch keine Praktik, habe ich Können wir mal ausprobieren. Dann hieß es wir können aber nichts bezahlen, meinte ich naja, ich werde ja beim Studium gerade auch nicht bezahlt. Dann war Wir haben kein Büro. Da haben wir dann auch eine Lösung gefunden. Ich habe dann nachher von dem Sofa in dem Einzimmer Apartment von dem damaligen Präsidenten Georg Rewe gearbeitet gehabt in Hamburg. Danach war ich ein paar Jahre ehrenamtlich weiter aktiv und zwei tausend neun habe ich dann Vollzeit angefangen für die FSFE zu arbeiten. Nachdem wir das geschafft haben, genügend Spenden einzusammeln, dass wir mich da auch dann mit bezahlen können. Da habe ich dann das Büro dann auch in Berlin mit aufgebaut. Und ja, also das ist Präsident alleine. Das ist, das kommt daher, dass wir, also die FSF ist die Schwester Organisation von der Free Software Foundation in den USA und die hatten eben auch den Titel für den Vorstand der Organisation, der da Präsident war und Vizepräsident. Das kommt so ein bisschen aus dem Amerikanischen mit den Universitäten dort die Titel. Und deswegen hatten wir dann bei der FSF auch die gleichen Titel, die es dann damals in den USA auch gab. Deswegen heißt bei uns der Vorstand, weil das ein europäischer Verein ist, dann auch Präsident und es gibt einen Vizepräsident und einen Financial Officer. Das sind die Funktionen dort. Aber daneben mache ich eben auch die Geschäftsführung von dem Verein und koordiniere die Angestellten der FSFE. Da sind wir mittlerweile zwölf, dreizehn Leute, nicht alle Vollzeit Praktikanten auch mit dabei und dann noch so fünfzig sehr involvierte Ehrenamtliche und ein hundert fünfzig, die immer mal wieder und dann phasenweise. Und das ist eben dann die Arbeit, das alles so zu koordinieren und die Strategie abzustimmen und zu schauen, dass die Leute ihre Arbeit machen können und dass wir die finanzielle Ausstattung haben und wenn Leute irgendwas nicht weiterkommen, dass man schaut, wie kommen wir da voran.
Und jeder gute Präsident schreibt ein Buch, oder? Und darum hast du dir gedacht, du schreibst auch ein Buch und ein Kinderbuch.
Ich habe gedacht, das mit den Memoiren, das machen wir nicht. Nee, das kam daher, also, oh Gott, wenn meine Deutschlehrerin das damals gewusst hätte, dass ich mal ein Buch schreibe, die hat damals immer die Hände über den Kopf zusammengeschlagen, wenn ich was schreiben musste. Das kommt daher, dass ich hatte ja selbst Kinder und die waren dann irgendwann mal in so einem Alter, dass ich dachte, okay, also wie werde ich denen denn mal erklären, was mache ich eigentlich den ganzen Tag da am Computer, wenn ich da rumsitze und und auch so, wie erkläre ich denen denn, warum das für mich damals so faszinierend war, was man alles mit Computern machen kann und warum ist das so? Warum war das für mich immer so toll zu tüfteln und zu experimentieren und von vielen Leuten auf der ganzen Welt zu lernen, wie diese Technik funktioniert. Da hatte ich mich dann halt umgeschaut, gibt es da denn Bücher auf Mailing Listen nachgefragt, wie ich das so gewohnt war aus der freien Software Community Man fragt halt, wenn man ein Problem hat auf einer Mailing Liste, kennt sich da jemand aus und habe da nicht so viel Rückmeldung bekommen oder die Rückmeldung, die ich bekommen war, die ging dann eher so für ältere Kinder schon oder mehr so Dokumentation. Und ich habe gedacht, ich brauche da irgendwas anderes, ich muss erst mal so ein bisschen so fesseln. Und dann, ich habe früher auch so Kinderfreizeiten immer organisiert und da hat man halt auch uns oft Geschichten ausgedacht oder Spiele ausgedacht. Und deswegen habe ich dann irgendwann einfach angefangen, abends beim ins Bett gehen so spontane Gute Nacht Geschichten zu erzählen, den Kindern so am Bett noch sitzen und dann irgendwas, was an dem Tag halt passiert ist, irgendwie zu verarbeiten und irgendwas mit Computern oder Robotern oder sonst irgendwelchen Dingen mit einzubauen. Und das Schöne bei Kindern ist ja, dass die sehr direkte Rückmeldungen mit haben, was sie gut finden, was sie nicht gut finden. Und dadurch sind Geschichten, haben sich dann so weiterentwickelt und dann ist immer mehr so eine Geschichte so draus geworden, die sie immer wieder so mithören wollten. Und ja, das war dann so der Anfang des Buches und warum ich dann darin geendet bin, ein Autor zu werden.
Kannst du mal kurz erklären, um was es im Buch geht dann oder ist es dann diese Geschichte, die sich da herauskristallisiert hat von den ganzen vielen Geschichten ist es dann genau diese Buchgeschichte geworden?
Also das Buch ist dann geworden Ada und Zangermann, ein Märchen über Software, Skateboards und Himbeereis. Und darin geht es so ganz grob um Ada. Ada ist ein kleines Mädchen aus einer finanziell ärmeren Familie, die so anfängt so zu tüfteln und zu basteln und dann irgendwann auch Software für sich mitentdeckt und was sie damit alles noch mit ihren Erfindungen Tolles mitmachen kann. Und auf der anderen Seite gibt es den Zangemann, das ist der größte Erfinder der ganzen Welt und auch der reichste Mensch auf der ganzen Welt und dem seine Computer sind in alle Geräte eingebaut. Und dann passieren so ein paar Dinge, dass sich Aras und Zangemanns Wege etwas kreuzen. In dem Prozess geht es dann um viele andere Themen noch mit, aber generell halt um freie Software und viele andere Themen, die mit drin sind. Und soll halt so anregen zum Tüfteln, Basteln, Programmieren, einstehen für, dass man selbst bestimmt Computer benutzen kann als Kind, Jugendlicher auch und sich nicht alles vorschreiben lässt von anderen, was man damit machen kann, habe ich das getroffen. Andy, von dem, wie du das wahrgenommen
Mein Patenkind ist Fan davon und ich kann jetzt auch schon mal eine Story spoilern. Es gibt auch auf der Seite der Free Software Foundation Europe gibt es eine Unterseite für das Kinderbuch und da gibt es auch noch mal Unterseiten zu Briefen, die von Kindern zu Zangemann geschrieben wurden, Zeichnungen und Co. Und das erste, was mein Patenkind gemacht hat, nachdem sie diese Story auch mehrmals vorgelesen bekommen hat, ist, sie hat selbst Erfindungen gemalt, so wie Ada. Und dann habe ich ihr die Tage, nachdem ich diese Webseite gefunden habe, wo andere Zeichnungen von anderen Kindern gemacht wurden, habe ich ihr die gezeigt. Dann saßen wir vor dem Laptop und sind durch die Zeichnung gescrollt und weil die halt alle auf Englisch sind, habe ich die halt übersetzt, aber die, die war hin und weg und die wollte auch eine Eismaschine bauen und dann eine Trikotmaschine und all sowas. Also das ist schon Wahnsinn. Deswegen, ich sage ja, das ist eine richtig, richtig, richtig schöne Geschichte. Aber ich komme gleich auch noch mal im späteren Verlauf dieser Podcast Episode zu einem falschen Verständnis, was dann mein Patenkind hatte. Und da möchte ich gerne auch mal das Feedback von Matthias, ob das vielleicht auch mal der Fall war. Aber jetzt ist es ja so, ich habe einen Call, eine Podcast Aufnahme hier gerade mit zwei Buchautoren. Der Wolfgang hat ja auch bereits ein Fachbuch geschrieben über mysql vor etlichen Jahren.
Das will ich aber keinem Kind vorlesen, möchte ich dazu sagen. Wobei zum Einschlafen hilft es wahrscheinlich auch.
Mich interessiert eigentlich aus deiner Perspektive, Matthias, wie geht man eigentlich an die Entwicklung, Entwicklung eines Kinderbuches ran? Also ich glaube jetzt nicht, das hast du irgendwie studiert.
Ich habe Verwaltungswissenschaft studiert. Also was ganz erstmal auf den ersten Blick langweiliges, als mir jemand das erste Mal erzählt hatte, dass er Verwaltungswissenschaft studiert, habe ich mich umgedreht und mit der Person auf der anderen Seite erstmal gesprochen. Genau, Ne, habe ich nicht studiert.
Also wie geht man da ran? Du hast die Idee, du brauchst eine Story für deine Kiddies. Wie geht man da ran? Wo hat man angefangen? Hast du o'reilly eine E Mail Jungs, ich will ein Kinderbuch schreiben, gib mir mal das Tutorial.
Ne, es war so, ich habe angefangen mit den Geschichten zu erzählen, weil halt kein Buch mit da war. Und dann habe ich das eine Weile gemacht und dann hatte ich mal ein Treffen mit einem Spender der FSFE. Da ging es um verschiedene Ideen, die wir gerade hatten und ob er sich vorstellen kann, das zu unterstützen. Und da kamen viele Sachen mit von raus Und am Ende hatte ich dann gemeint, so gibt noch, gibt noch eine Sache, hatte ich mal überlegt, bin da gerade mit so Geschichten mit meinen Kindern dran, vielleicht schreibe ich auch mal ein Kinderbuch zu freier Software. Und dann hat er gemeint, wenn du das machst, dann kaufe ich da tausende Exemplare von, die verschenken wir dann an unsere Geschäftspartner und Leute, die bei uns vorbeikommen. Und dann dachte ich, okay, mit der Ansage, da muss ich jetzt mal loslegen, also das bietet sich jetzt auch nicht so oft an, dass man weiß, man würde schon mal ein tausend von den Büchern verkaufen. Dann hatte ich auch mit dem Vorstand bei der FSFE gesprochen, Vizepräsidenten damals und habe gemeint so hier, da ist das Angebot, wäre das OK, wenn ich mir mal eine Kinderbuch Lektorin mit such, die mal die Geschichte, die ich bisher habe, sich anschaut und sagt, okay, ist das was, was was werden könnte? Ist das was, das finden einfach nur dem Matthias seine Kinder toll oder wie kann man da weitermachen? Dann habe ich eben da mal angefangen, so Leute, die ich kenne aus unterschiedlichen Ber auch mal dazu anzupingen. Hatte das Riesenglück, dass eine Freundin von mir in einem Comicbuch Verlag gearbeitet hat und die kannte dann auch mehrere Lektoren und hat mir da welche vorgeschlagen, die ich dann mal dazu kontaktiert habe und wie die so arbeiten. Habe dann eine gefunden, die so ein sehr agiles wir können so ein bisschen Ping Pong spielen auch vom Ansatz her hatte. Und dann habe ich mal das, was ich bisher immer ja nur als Geschichte erzählt hatte, habe ich dann mal ganz am Anfang noch mit Stift und Papier, damit ich nicht anfange wieder zurückzulöschen und zu machen, sondern einfach mal runterzuschreiben, habe ich das einmal aufgeschrieben, habe dann danach dann mein WIM hier aufgemacht und habe dann angefangen, das dann mal zu digitalisieren. Und das habe ich dann der Lektorin geschickt und dann war da die Rückmeldung so, ja, sie findet die Story gut, es gibt so ein paar Elemente, wo man noch mal überlegen muss, wie man das anders aufteilt. Hat mir das erklärt, wie das bei Kinderbüchern ist, dass immer so Doppelseiten so ein Kapitel sind und wie das so von so einem Strang verläuft und wie der Aufbau ist Und hatte so Vorschläge, wie man die Geschichte noch mal vom Erzählen her so machen kann, dass man dies ein bisschen mehr verwebt miteinander und solche Sachen dann halt erstmal als Rückmeldung. Und dann habe ich das mit umgesetzt und haben wir daran gearbeitet und dann hatten wir eigentlich so ein Skript, was schon ganz okay war, so mal, also was sie auch fand, dass das ganz okay war. Und ja, dann hatte ich da auch schon mit auf dem Spielplatz jemanden kennengelernt, die so bei einem Unternehmen mitarbeitet, die dann auch so Skripte pitcht und so eine Agentur. Genau, eine Agentur für so Kinderbücher. Da habe ich gedacht, oh Gott, was die alles erzählt hatte, das wird noch eine ganz schöne Challenge. Dann hatte ich aber auch das Skript schon ein paar Leuten mal geschickt, also innerhalb von der FSFE, damit die das mal mit ihren Kindern noch testen können. Da hatten wir so Feedback Mechanismen. Ich hatte das Riesenglück, dass ich vorher auch Coridoctor von der Arbeit von der FSFE mit kannte und dem habe ich das dann auch mal mit so einer groben englischen Übersetzung mal geschickt gehabt, weil der gemeint hatte, er kann mir da auch so ein kurzes Statement schicken, damit ich das, wenn ich Verlage rangehe, dass ich die dort besser überzeugen kann von jemand, der schon erfolgreicher Autor ist. Genau, und dann hatten wir das so, dass ich überlegt hatte, okay, gehe ich jetzt den Weg, damit die ganzen, so eine Agentur mal und Verlage kontaktieren. Und dann dachte ich aber eigentlich das Coolste für das Buch fände ich eigentlich, wenn das bei o'reilly wäre, weil ich da früher ganz viel selber eben auch mit Bücher hatte und viel über freie Software gelernt hatte und dachte, das ist ja eigentlich erstmal schon mal die Zielgruppe stark ausgewählt. Und dann habe ich, dachte ich, ich schreibe denen jetzt einfach eine E Mail Und dann habe ich den E Mail geschickt mit so einem kleinen Abstract, um was es geht und habe drei Stunden später eine Antwort bekommen. Das hört sich total spannend an, würden Sie gerne mal mit mir sprechen, ob ich denn da schon mehr habe als jetzt die Idee und so ein Outline und dann habe ich gesagt, ja, also ich habe auch das Skript, hab denen das Skript geschickt und dann kam zurück, okay, wir konnten uns überhaupt nicht vorstellen, wie die Themen alle so in so eine Seitenzahl reinpasst und dann wollen wir auf jeden Fall, aber das sieht total super aus, wir wollen telefonieren.
Was man vielleicht auch noch dazu sagen muss, was jetzt nicht normal ist oder dass Verlage so schnell antworten, absolut nicht.
Überhaupt einen Verlag finden. Vielleicht auch noch ganz kurze Du hast gesagt die Lektorin, weil üblicherweise geht man zu einem Verlag und bekommt dann irgendwie eine Lektorin oder Und ihr habt bewusst irgendwie versucht, eine Lektorin so zu finden. Findet man da überhaupt Leute so einfach? Also eben normal ist es ja irgendwie andersrum.
Das ist erstaunlich einfach und auch bei so einem ganzen Prozess beim Buch auch erstaunlich geringer Kostenanteil letztlich, dass man eine Lektorin dort nimmt. Und die Idee war halt, ich weiß nur nicht genau, machen wir selbst Verlag, finden wir einen Verlag, der das macht. Es war damals auch schon relativ klar, dass ich das unter einer freien Lizenz haben will. Also wir haben letztlich das Buch ist ja dann unter Creative Commons CC by Share alike veröffentlicht worden, also so wie Wikipedia mit veröffentlicht ist, damit das dann als Open Educational Resource da ist und wir wussten nicht, kriegen wir da einen Verlag, die sich darauf einlassen, machen die das mit? Und deswegen bin ich den Weg gegangen, eine Lektorin direkt erstmal zu nehmen für die Geschichte und dann hinzugehen. Ich hatte dann auch bei o'reilly dann auch eine Lektorin, also die, die mich dann zurückgeschrieben hat, mit der ich dann auch das Gespräch hatte, die war dann als Lektorin von o'reilly dann auch mit beteiligt und hat dann auch noch ganz viel geholfen, die die Geschichte mit zu überarbeiten und glatt zu ziehen. Und ja, das war ein bisschen ungewöhnlich, aber fand ich total spannend, weil mir das einfach, ich hatte schon recht früh einen Sparringspartner von jemandem, die sich einfach auskennt und dadurch, dass ich vorher noch nie ein Buch geschrieben hatte, hätte ich mir das alles selber erarbeiten müssen. Und dann habe ich halt den Shortcut gewählt, da von Anfang an jemanden mit reinzuholen, die halt ein Kinderbuch, schon mehrere Kinderbücher als Lektorin mit unterstützt hatte. Und bei o'reilly, die hatten auch noch keine Erfahrung mit Kinderbüchern. Das war das erste Buch, dann erste Kinderbuch bei o'reilly nachher aber Die konnten halt von der IT Seite her mit sehr viel Know how mit dann das Ganze unterstützen.
Ich frage mich, wie schwer fällt es einem Erwachsenen eigentlich Kindertexte zu schreiben, der halt nicht belehrend wird. Also wo war der schmale Grat zwischen Botschaft und Moralfinger, nenne ich es mal, weil man versucht ja immer lehrend zu sein als Vater, glaube ich zumindestens.
Jein, weil, also für mich war das so, also ich wollte ja meinen Kindern das Thema mit näher bringen. Ich wollte jetzt aber nicht sagen, ihr müsst das jetzt so und so machen, weil also meine eigene Erfahrung so in der Erziehung ist, das funktioniert nicht so besonders gut und ich wollte jetzt auch nicht ein Buch, bei dem drin steht, so und so ist das und so musst du das machen und hier immer mit so einem erhobenen Zeigefinger alles, sondern ich wollte das so haben, dass andere Eltern das gerne ihren Kindern vorlesen, andere Menschen das gerne ihren, was ich so wie du jetzt nicht neffen, das einfach mit vorlesen, dass das ein Lehrer, eine Lehrerin in der Schule mit vorlesen kann und selbst auch sehr stark mit entscheiden kann, in was gehe ich denn tiefer rein, was gehe ich nicht so tief rein, was spreche ich an, was spreche ich nicht an und auf die Fragen dann dort eingehen, die von den Kindern kommen, ohne zu viel vorzugeben. Und ich möchte ja meine eigenen Kinder nicht dazu erziehen, dass die Papa sagt das, also mache ich das und jetzt sagt jemand anders was, also mache ich das, sondern ich möchte dir zum eigenen Denken und kritischem Denken mit befähigen. Und deswegen war da auch von Anfang an so der Ansatz, das so zu machen, dass das sehr offen mit ist. Und obwohl ich da eine Botschaft mit hab, die ich auch jetzt nicht ganz unterdrücken kann dann und bestimmte Wertesysteme habe, möchte ich das nicht so, dass das dann so total schwarz weiß ist oder total stark vorgegeben. So muss das jetzt sein.
Wenn ich jetzt als Erwachsener auf das Buch schaue, auf die Story und auch natürlich jetzt im Open Source Bereich unterwegs bin, dann bilde ich mir ein, ein paar Themen darin wiederzufinden, die doch schon sehr politisch Monopole, Lobbyismus, ich nenne es mal Verbrauchergängelung, interpretiere ich da zu viel rein oder sind das wirklich Themen, die du Beruf bewusst integriert hast und wenn ja, war das von Anfang an die Liste oder hat sich das irgendwie über Zeit entwickelt, dass das diese Richtung annimmt? Also war das ein tieferer Gedanke oder war das einfach nur ein zufälliger Outcome?
Also ich wollte ja meine Kinder darauf vorbereiten, Also einmal einmal so meine Begeisterung für Technik und zu schauen, denen das Angebot zu machen. Das könnt ihr doch auch was mitmachen. Aber auch ich habe das ja selbst über Jahre gesehen, wie viel Technik mit beeinflusst, was man im Leben machen kann und was nicht und was eine Gesellschaft, welche Möglichkeiten die hat und welche nicht. Und ich denke, wenn wir heute unsere Kinder rauslassen in die Welt, die so stark von Technik mit beeinflusst ist und unsere Gesellschaft so stark von Technik mit beeinflusst ist, dann müssen wir denen auch so ein bisschen mit zeigen, welche Auswirkungen hat Technik denn auf die anderen Bereiche, auf Wirtschaft, auf Gesellschaft, auf die Politik und die so ein bisschen sensibilisieren dafür, dass die das verstehen, was da gerade abläuft. Und das war dann schon also mein Anspruch. Ich meine, ich arbeite ja die ganze Zeit an solchen Themen jetzt in meinem Hauptberuf und dann will ich ja auch die Themen so ein bisschen meinen Kindern erklären. Warum verklagen wir denn jetzt gerade dort Apple vor dem Europäischen Gerichtshof? Warum setzen wir uns denn dafür ein, dass die Regierung Software benutzt, die sie frei verwenden, verstehen, verbreiten und verbessern kann? Und warum ist das denn wichtig, dass so ein Präsident auch ein bisschen eine Ahnung über Technik hat, wenn ihm Demokratie in seinem Land wichtig ist? Und daher, das kam halt einfach auch mit rein, dadurch, dass ich halt an den Themen arbeite und meinen Kindern das mit erklären wollte, wie da so ein bisschen so Zusammenhänge sind.
Du hattest gerade schon die Lizenz von dem Buch erwähnt und was ich wunderschön finde, dass du irgendwie deinen eigenen Wurzeln treu geblieben bist. Und zwar ist das Buch unter der Creative Commons Buy SA Lizenz veröffentlicht. Also SA steht für Share alike. Und nur noch mal um das klarzustellen, für die Leute, die jetzt nicht so tief in der Creative Commons Lizenz Lizenzierung drin sind, das bedeutet, die Allgemeinheit darf das Werk frei kopieren, verbreiten, bearbeiten und sogar kommerziell nutzen. Die einzige Bedingung ist, dass der ursprüngliche Urheber genannt werden muss und das ist
dieses Share Like, dass wenn das gemacht wird, das Ergebnis auch wieder unter einer vergleichbaren freien Lizenz ist.
Ich lehne mich mal aus dem Fenster, aber das ist jetzt eher unüblich für ein Kinderbuch unter Creative Commerce Lizenz zu stehen oder vielleicht ist das generell unüblich für Bücher, die verkauft werden. Wie hast du es durchgekriegt, glaube ich, die Frage?
Ja, es ist generell sehr unüblich und das ist auch was, was ich die letzten Jahre jetzt viel gelernt habe, dass wenn man in dem Verlagswesen unterwegs ist, da ist also freie Softwarelizenzen waren ja schon eine Revolution für viele Jahre und das war was ist denn das hier? Copyleft und was jetzt dürfen alle alles kopieren und so. Und die Diskussion, die wir in der freien Software Szene so vor zwanzig Jahren hatten, die haben wir jetzt dann wieder so hatte ich jetzt wieder im Verlagsbereich dann bei dem bei dem Buch, also bis hin zu Gespräch mit einem Verlag für eine Sprachversion, der dann zu mir gemeint hat, ja, ich brauche die exklusiven Rechte und ich meine, das geht nicht, das ist schon auf Deutsch veröffentlicht unter der Lizenz, das ist auf Englisch veröffentlicht. Ich kann jetzt keine exklusiven Rechte mehr vergeben, selbst wenn ich wollte. Das ist Kommunismus. Das ist wie wirklich so die Anfang er, wenn es um freie Software mitging. Ja, also ich hatte halt mit o'reilly auf jeden Fall schon mal einen Verlag, die da sehr offen waren, die auch schon Bücher unter Creative Commons mit veröffentlicht hatten und daher sehr aufgeschlossen war. Hatte dann auch danach bei dem englischen Verlag auch den Vorteil, dass sie auch schon Bücher unter Creative Commons mit veröffentlicht hatten, also hier no Starch Press. Allerdings haben wir in dem Prozess auch mit den unterschiedlichen Verlagen gelernt, selbst wenn jetzt Verlage schon mal Bücher unter den Lizenzen veröffentlicht haben, das heißt nicht, dass dann immer auch die Vertragstexte wirklich schon ein hundert Prozent so sind, dass die den Lizenzen nicht widersprechen. Und dadurch, dass ich ja aus einer Organisation komme, die sehr viel andere Menschen auch unterstützt bei Rechtsfragen zu freier Software und Lizenzen, wollten wir da natürlich auch sichergehen, dass das wirklich ein hundert Prozent richtig gemacht ist, auch in den Verträgen, die wir mit den Verlagen abgeschlossen haben. Was dann auch mit dazu geführt hat, dass ich auch mit den Verlagen, die schon etwas Erfahrung mit hatten, den Vorschläge gemacht haben, wie man denn die Verträge mit verbessern kann, damit das besser mit Creative Commons mit funktioniert. Da war ich dann auch extrem dankbar, dass wir als FSFE haben so ein Netzwerk von Rechtsexperten, die auf der ganzen Welt verteilt sich mit so freien Softwarelizenzen auseinandersetzen, über vier hundert Leute, so Compliance Engineers, Anwälte und dass da viele Leute waren, die mir dann auch angeboten haben, da zu helfen, wenn das in die entsprechenden Länder mitging. Dann hatte ich in Deutschland Leute, die mir geholfen haben, das mit dem Verlag, den Vertrag noch mal etwas zu verbessern und die mit dem mit dem amerikanischen Verlag und mit den anderen Verlagen dann auch, dass wir da gute Lösungen mit finden konnten, dass das abgedeckt ist und was es dann hoffentlich auch ein paar Autoren danach noch mal einfacher macht, dass da schon etwas Vorarbeit noch mal gemacht ist, wo das noch mal ein bisschen ausgebügelt und verbessert wurde. Aber ja, ist ziemlich ungewöhnlich und Verlage mögen es nicht allzu sehr, wenn man so die Verträge da anfängt, so da würde ich gerne hier das ändern und hier sollten wir was ändern und da sollten wir es ändern, weil das dem widerspricht, was in der Creative Commons.
Du hast jetzt immer von wir gesprochen als FSFE wahrscheinlich auch, aber ich hab das Buch ja auch da vor mir und da sind ja auch sehr schöne Illustrationen drin, wie sich für ein Kinderbuch so gehört. Wer ist denn wir jetzt alle? Wer hat da mitgewirkt und wer ist dann überhaupt Autor, Autorin und ist es die Software Foundation oder bist es du? Also wer ist wir eigentlich und wie ist das Ganze dann aufgebaut?
Also es sind viele Leute, die daran beteiligt. Also das ist so ein Buch, das wäre jetzt nie entstanden, ohne dass da so viele Leute mitgeholfen hätten. Also von meinen Kindern, die mir bei den Geschichten schon am Anfang Rückmeldung gegeben haben und die wirklich durch das ganze Projekt durch mir geholfen haben mit so einfach die Rückmeldung an der Stelle lachen Sie an der Stelle. Nein, aber ich will, dass das und das ist und das soll noch die Form haben, das Eis oder dann hin. Ich hatte einen riesen, also das größte Problem, was ich hatte, wie nenne ich Zange man, das war wirklich so eins der Riesendinger. Da hatte ich immer in meiner Textdatei dann hier einen Dollar Name und da habe ich ganz lange mitgearbeitet, habe da verschiedene Sachen ausprobiert und war nie so richtig zufrieden. Und irgendwann habe ich die Geschichte dann mit dem Skript wieder vorgelesen und dann meint mein älterer Sohn, nein, der heißt Sangenman, wow, das ist genial und wie kommst du denn darauf? Und hat Ja, er hat heute Nacht von der Geschichte geträumt und da hieß der Zangenmann. Ich dachte, das passt so gut man und dann habe ich das aufgeschrieben und beim Editieren war das dann noch so, dass wir irgendwann hatte von der Lektorin noch, die hatte dann an ein, zwei Stellen Zangemann geschrieben oder ich hatte ein paar Typos drin überlegt. Zangemann, Zangenmann, Zangemann ist eigentlich noch mal cooler, auch so ein bisschen mal gesucht. Da gibt es auch fast eigentlich niemand, der so heißt. Nehmen wir das hört sich noch ein bisschen besser an. Und also ein Teil, meine Kinder, die Lektorin, die mir am Anfang geholfen hat, die Geschichte aufzubauen, dann allein schon die Personen, die mir geholfen haben, die Lektorin zu finden, um dir da Vorschläge zu machen. Die Person könnte gut zu dir passen, die Person könnte gut zu dir passen. Dann die ganzen Leute, denen ich auch schon zwischendrin die Skripte mal geschickt habe zum draufgucken und mir Feedback geben. Ich habe das mal meinem Kind vorgelesen, das und das, da hat es ein bisschen gehakt oder so dann Leuten wie Cory oder Windsurf, die mir dann so Zitat gegeben haben, damit ich einen Verlag finden kann, Lektorin vom Verlag und überhaupt der Verlag, was dann auch nochmal Unterstützung macht. Und dann eben Illustratorin, die Sandra Brandstätter, das war auch eine Sache, da hat die Freundin von mir, die im Verlag gearbeitet hat, kam dann an mit so einem Stapel Comicbüchern und meinte dann, ich habe mal ein paar rausgesucht, wo ich dachte, die könnten vom Stil her zu der Geschichte passen, da kann ich dir auch die Kontakte machen. Also habe ich viele Comics durchgewälzt und habe dann gedacht, okay, ja hier das Sandra Brandstätter hier, was sie gemacht hat, das hat mir sehr gut gefallen, weil die auch sehr viel so auf eine schöne Art und Weise so Diversitätsaspekte so mit reingebracht hat, ohne das jetzt so voll ins Gesicht rein zu schmieren. Ja, da hatte ich dann Illustratoren mit angeschrieben, geguckt, sind die verfügbar, würde das passen von der Arbeitsweise Und was wirklich ein Riesenthema bei den Illustratoren war, Creative Commons, was heißt das denn? Für mich heißt das, dass nachher alle Leute meine Illustration, die ich dafür gemacht habe, für alles Mögliche benutzen können und die können das auch einfach abwandeln. Und da muss man dann ja, ist so. Und Illustratoren arbeiten auch mit so einem, mit so einer Preistabelle. Und wenn man Creative Commons hat, dann heißt ich brauche alle Rechte überall auf der Welt für alles und dann geht das halt in der Preistabelle auf das oberste, was es halt irgendwie gibt somit. Und ja, das war dann auch so eine Diskussion halt mit da das Creative Commons zu erklären, dass das halt wichtig ist, weil das halt auch Teil der Geschichte ist, dass wir das eben Wissen teilen wollen und deswegen wollen wir das auch möglich machen, dass das mit dem Buch und Illustrationen funktioniert. Und das Schöne war, dass die Sandra dann, nachdem sie das dann, nachdem wir da länger drüber auch gesprochen haben und verschiedene Bedenken drüber gesprochen haben, dann auch gesehen hat, dass das was ist, was sie gerne mit ausprobieren wollen würde. Und das Gute war dann auch, dass die Sandra auch schon mal ein Projekt mit der Wiebke, also der Lektorin, die Wiebke Helmchen, das war die Kinderbuch Lektorin, mit der auch schon Projekte hatte, Das heißt, die zwei kannten sich und haben auch schon gut zusammengearbeitet. Und dann war das halt so, dass ich mit Wiebke dann auch schon so ein paar erste Ideen vor Illustrationen, wie man das so machen könnte, mit aufgeschrieben habe. Und dann hat Sandra angefangen ihre Ideen rein und das war dann so ein richtig schöner Teil von dem Buch mit, als dann zu der Geschichte so nach und nach so Skizzen kamen und Ideen, wie die Charaktere aussehen konnten und das dann wieder den Kindern zeigen und von denen die Rückmeldung, ja hier haben wir das so und dann was für eine Frisur hat jetzt die Ada und dann gehe ich raus vor das Haus und treff eine Nachbarin, ein Mädchen, die bei uns im Haus wohnt und dann hatte die eine Frisur, ich halt stopp, mit den Eltern kurz gesprochen, darf ich kurz ein Bild von der Frisur machen? Das ist genau wie ich mir die Frisur von Ada vorstelle. Und ja, dann das ist dann die Frisur von Ada geworden. Und also da auch noch mal Leute wieder, die damit beteiligt waren und damit geholfen haben. Und letztlich hatten wir dann neben den Illustrationen auch noch Leute bei FSFE, die dann auch viel mit überlegt haben, wie stellen wir denn Software dar mit der Illustratorin dann zusammen auch. Also es gibt eine Seite, die illustriert so Software und das war auch so eine Sache, da haben dann auch mehrere Leute bei FSF noch mal Ideen und wie man das machen könnte mit reingegeben. Auch so eine Sache, die ich alleine auf jeden Fall viel, viel länger gedauert hätte und nicht so gut geworden wäre, wie die Leute, die da mitgemacht haben und ja, also so großer Teil. Und jetzt aber wenn es darum geht, wir sprechen mit Verlagen und dieses ganze, wie läuft das vertraglich mit ab? Da ist wir dann eigentlich so die FSFE, weil ich, ich bin der Autor davon, ich habe viele Leute gehabt, die mir mitgeholfen haben. Die Sandra ist die Illustratorin, aber die Rechte an der Geschichte sind bei der FSF Edern, also ich als Autor noch von dem Text. Aber ansonsten ist das so, dass die FSFE dann auch die Rechte mit hat. Und da ist das dann auch so, dass wenn ein Buch verkauft wird, das ist ja, kennst du es dann ja wahrscheinlich auch hier Wolfi mit wie viel man da wirklich dann halt bekommt, aber das, was dann letztlich dann hängen bleibt, das geht dann auch an die FSFE. Und nur wenn das nicht möglich ist, dass die FSFE einen Vertrag unterschreibt, dann unterschreibe ich das für die FSFE als Autor. Aber ansonsten ist das so, dass das alles dann an die FSFE mitgeht und dann Übersetzer natürlich, die haben dann wieder die Rechte an den Übersetzungen.
Aber das heißt, du hast deine ganzen Rechte damals abgegeben und die Sandra dementsprechend auch an die FFP als Autorinnen bekommt dann gar nichts eigentlich.
Ja, also bei Sandra hatten wir das so geregelt, dass ich gesagt habe, so mach uns ein Angebot, wie viel kostet dich das, wenn du danach nie wieder irgendwas davon bekommst? Also wie viel Arbeit hast du daran und schreib auf, was du dafür haben willst und dann gucken wir, dass wir da eine Lösung mit finden. Und das war dann auch das, was wir da gemacht haben. Das hatte auch den Hintergrund, es ist halt, also so Verhandlungen mit Verlagen sind generell schwer. Verhandlungen mit Verlagen, wenn dann auch noch Creative Commons involviert ist, was für die revolutionär oft ist, ist noch mal schwieriger. Und die Verhandlungen dann mit mehreren Leuten zu haben, die auch unterschiedliche Interessen daran vielleicht haben, das ist noch mal schwerer. Deswegen war das für uns wichtig, dass wir das in der Hand von der FSFE haben, wo es darum geht, es geht nicht um wie viel Euro kriegen wir jetzt dadurch, dass da ein Buch verkauft wird, sondern es geht uns darum, dass möglichst viele Kinder auf der WEL Geschichte mithören, dass sie Spaß bekommen daran zu tüfteln, zu programmieren und da loslegen mit Technik zu gestalten und nicht darum, wie viel Geld bringt jetzt vielleicht so ein Buch mit ein.
Vor allem, wir sprechen da ja, also das Buch kostet sechzehn komma neun null und also keine Ahnung, was ihr ausverhandelt habt, aber ich schätze mal, es ist eher im einstelligen Bereich, prozentuellen einstelligen Bereich oder vielleicht zehn Prozent, keine Ahnung, aber üblicherweise ist es schon zu hoch angesiedelt, dann kann man sich ausrechnen, was man da dann am Ende bekommt.
Ja, also wenn da die Arbeitszeit irgendwie hätte bezahlt werden müssen, also ich habe das ehrenamtlich geschrieben, das Buch, den Text, das habe ich alles ehrenamtlich gemacht. Was dann von der FSFE mit bezahlt war, war der Zeitpunkt, als ich angefangen habe, mit Verlagen zu verhandeln wegen den Rechten. Das war dann was, das habe ich in meiner bezahlten Arbeitszeit, aber den anderen Teil von dem schreiben, wenn man das hätte bezahlen müssen. Also das ist kein guter Stundenlohn für die meisten Autoren, wenn man noch, vor allem bei dem ersten Buch, wenn man noch nicht bekannt ist, aber wenn du
jetzt schon gesagt hast, es war so schwierig mit der Creative Commons License, gibt es irgendeinen Fall, wo du sagst, du bereust es, es hat irgendwer Blödsinn damit gemacht oder irgendwas, was nicht so gut war?
Ne, eher das Gegenteil. Also ganz wenige Sachen, wo dann vielleicht mal Übersetzer oder Leute mich anschreiben und sagen, ja, das würden sie so und so hier übersetzen oder die wollen finden, dass man da das rauskürzen kann, weil es dann irgendwie klarer ist oder so und ich sag so, ne, finde ich nicht, weil. Und dann hat man so eine Diskussion und die machen das dann halt trotzdem. Aber das ist ja, also damit kann ich leben, dass jetzt halt jemand da eine Sache für sich übersetzt und das dann nachher anders hat und für sich was mit dem Buch macht. Aber also das war für mich dann eher andersrum. Es war viel Arbeit mit Leuten überzeugen und das durchzubekommen letztlich, was dann passiert ist durch diese Creative Commons Lizenz, das hat mich eher total umgehauen. Die ganzen positiven Sachen.
Ja, das wäre dann meine nächste Frage gewesen. Der Wolfgang hat ja als klassischer Deutscher bzw. Österreicher immer nach den negativen Dingen gefragt, denn wenn wir nicht meckern, dann ist ja alles in Ordnung. Aber was ist denn Positives durch diese Lizenz entstanden?
Also das erste war mal so, dass natürlich die Akzeptanz von dem Buch auch noch mal eine ganz andere war, dadurch, dass wir die Lizenz gewählt haben. Das war am Anfang, also wir konnten sagen, hier ist ein Buch unter einer freien Softwarelizenz und wenn euch das Buch gefällt, ihr könnt das in eine freie Software Distribution mit einbauen, ihr könnt das genauso weitergeben wie die Software, die wir mit promoten. Das war so der erste positive Effekt. Und also der Start von dem deutschen Buch, das war damals, das hat mich und die Leute beim Verlag auch umgehauen. Die haben irgendwann gemeint, wir glauben, es ist irgendein Problem bei unserem Bestellformular, weil die meisten Leute, die hier bestellen, die bestellen sechs Exemplare, neun Exemplare, zwölf Exemplare, vier Exemplare. Es ist fast niemand dabei, wo eins bestellt wird. Das ist irgendwie total komisch. Haben wir sonst nicht. Hat sich dann rausgestellt, ne, ist richtig so. Die Leute haben das gleich mehrfach sich bestellt zum Verschenken. Also das ist schon mal so was gewesen. So ich dachte schon, dass es einige Leute gibt, die das gut finden, aber wie viele das dann letztlich somit gut finden, ich denke, also das hat mich schon überrascht und ich glaube da war schon auch das Thema von der Lizenz, dass da ein paar Leute auch gesagt haben, okay, das ist auch wirklich, dass das zusammenpasst mit dem Rest von der Mission, die FSF da auch mit hat. Dann das nächste war dann schon, als ich habe die deutsche Version geschrieben, mit o'reilly dann veröffentlicht habe dann auch schon die englische Version, die ich ja auch schon erste Entwürfe auch mit an Coridocto oder Vince geschickt hatte und anderen, um denen zu erklären, um was es da geht. Die habe ich dann weiter bearbeitet und bin da in Verhandlungen gegangen mit Verlagen. Dann war es aber so, dass das schon sehr früh, das war gerade zu der Zeit, als ganz viele geflüchtete Kinder aus der Ukraine mit nach Europa kamen, da gab es dann auch die Überlegung, was können wir denn da machen? Gibt es irgendwas, was wir als FSF E mitmachen können? Und dann kam die Idee mit, wir könnten ja wenigstens schauen, dass die ein Buch in ihrer Sprache irgendwie in die Hand kriegen. Und es gibt ja, gab es nicht so viele ukrainische Bücher in Deutschland oder auch in anderen Ländern außerhalb von der Ukraine. Und dann hat ein Spender gesagt, ich würde das finanzieren, dass das übersetzt wird und dass wir da welche drucken und verteilen. Und dadurch, dass ich jetzt bei den Rechten mit o'reilly auch schon so angesetzt war, dass es unter Creative Commons mit ist, musste ich da auch gar keine zustimmung jetzt vom Verlag dafür bekommen. Also die fanden das trotzdem toll, aber ich brauchte die schon mal gar nicht, musste mir gar keine Gedanken drüber machen, wird das der Verlag erlauben oder wie ist das mit den Übersetzungsrechten oder sonst wie was, sondern ich konnte mich darauf konzentrieren zu gucken, wer kann das übersetzen, wie machen wir das mit dem Design? Haben dann zwei tausend sieben hundert Exemplare gedruckt, haben das an Organisationen rausgeschickt, die mit geflüchteten Kindern arbeiten, richtig gut angekommen. Dann kam noch hier die Landesvertretung Baden Württemberg in Berlin, weil ich ein Autor aus Baden Württemberg mit bin, haben da dann eine Lesung mit organisiert für ukrainische Kinder. In der Landesvertretung gab es dann noch Maultaschen und Eis und gab Lesungen in der Bibliothek hier mit dem ukrainischen Pfadfinderverband, wo sie so eine Parallelvorlesung in der Bibliothek hier hatten. Das war total toll. Und dann kommen auf einmal so ein paar von den Einrichtungen und sagen, ah und wie ist denn das, habt ihr das Buch auf Arabisch, weil wir haben ganz viele Kinder, die Arabisch mitsprechen, Ne, haben wir nicht. Und dann hat er gleich später gesagt, okay, ich finanziere auch noch eine arabische Runde und dann haben wir da abgefragt, wie viel so Organisationen davon brauchen und dann haben wir letztlich sieben tausend arabische Bücher mit verschickt an Einrichtungen, die mit geflüchteten Kindern arbeiten. Und ja, das ist was so da sich keine Gedanken machen zu müssen, darf ich das? Also kann ich letztlich mit der Geschichte, die ich selber mit erstellt habe, kann ich die selber sowas mitmachen oder muss ich da auf einmal wieder bei Verlagen mit betteln, dass die mir da zustimmen und dass die da mitmachen. Also das ist schon mal so ein Riesenaspekt mit gewesen. Das nächste war, dass dann auf einmal jemand aus dem französischen Bildungsministerium hatte das deutsche Buch auf der Fostem gesehen gehabt, fand das großartig und auf einmal werde ich dann kontaktiert, dass in Frankreich das Bildungsministerium das organisiert hat, dass vier Schulen in Frankreich über mehrere Wochen Projekte mit zu dem Buch gemacht haben. Man zeigt die Illustration, die Kinder müssen selber eine Geschichte zu schreiben, dann wird die Geschichte mit der Geschichte aus dem Buch verglichen, dann wird geguckt, wie ist denn das in dem Buch und was für Dinge passieren denn draußen so in der echten Welt außerhalb von dem Märchen. Und dann haben die zusammen kollaborativ online das Buch übersetzt über ein hundert Schülerinnen in Frankreich und das Ministerium hat gesagt, jetzt wollen wir gucken, dass wir einen Verlag finden, damit die das veröffentlichen und da dann eben die Möglichkeit zu haben, ja, ihr könnt das machen, da muss auch niemand zustimmen. Und und dann ist das zwar so, dass man das mit dem anderen Verlag mit koordiniert, der dann auch mit schauen will, dass es andere Übersetzungen mit gibt, aber die müssen nicht zustimmen. Also die können und das war halt großartig. Dann haben wir einen Verlag gefunden in Frankreich, also das Ministerium hat einen Verlag gefunden, kleiner Verlag, die dann da losgelegt haben, auch super innovativ, eine richtig coole Webseite, da gibt es dieses Ada Lelivre Friedrich und da kann man das auf dem Mobiltelefon, die Geschichte lesen und wenn dann Illustrationen drin sind, kann man da kurz so hin und her scrollen und richtig cool gemacht, kann man die Sprachen wechseln. Und ja, die haben da losgelegt und dann in Frankreich ist das halt total in die Decke gegangen. Also das war dort überall in den Medien, das war im Fernsehen, im Radio, in Zeitungen, Interviews mit den Leuten vom Ministerium und großartig. Ich habe Bilder gesehen, Veranstaltungen für Lehrerinnen und ein Auditorium mit über drei hundert Plätzen, wo überall eins der Bücher drauf lag, weil das an die Lehrer mit verschenkt worden ist. Und die haben dann mittlerweile ein komplettes Portal, wo dann auch ein Spiel zu Ada und Zangemann ist und dann haben sie Multilingualversion gemacht, also Deutsch, Französisch, Französisch, Englisch, also auf der einen Seite das eine, auf der anderen Seite das andere. Und das ist einfach was, das hätte so ein kleiner Verlag, das hätten die nie machen können, wenn die jetzt da mit mit anderen Verlagen noch groß rumverhandeln hätten müssen und dann Beteiligung von anderen Verlag und alles. Und da war halt hier in dem Ministerium Leute, die halt Creative Commons richtig gut fanden und gesagt haben, das wollen wir unterstützen, passt auch voll rein in dem, was wir generell vermitteln wollen. Und ja, dann kannst du das halt machen, weil es die Lizenz erlaubt.
Ich meine, das ist ja schon eine unglaublich coole Story, dass du eigentlich super viel, ich sag mal Delay aus der aus der Verlagspipeline nimmst, allein durch die Lizenz. Und du hast dich ja selbst gefragt, muss ich da die jetzt eigentlich fragen? Ne, rechtlich gibt es ja diese Lizenz und muss ich nicht. Das ist natürlich auch sehr cool. Wer für alle Leute, die jetzt mal wissen wollen, wie man eigentlich Open Source technisch auch ein Buch übersetzt und wie die technische Pipeline dahinter aussieht. Auf der Foster zwei tausend sechs und zwanzig gab es dazu einen Talk, da war der Matthias ebenfalls dabei und Wolfgang und ich saßen auch im Raum. Das hat auch noch mal hier diese Episode befeuert, muss man zugeben. Der ganze Talk geht darum, um die Übersetzung des Buches, welche technische Pipeline dahintersteckt, wie die Übersetzung oder die Arbeit an der technischen Pipeline sogar in Upstream Projekte neue Contributions gefordert hat, aber auch wie herausfordernd es ist, nicht nur Texte, sondern sondern auch Bilder zu übersetzen. Dann natürlich auch mit klassischen Schriftproblemen wie left to right, right to left und was ist, wenn irgendwelche Bilder mit Plakattexten da sind und so weiter und so fort. Der Talk findet ihr natürlich auch in den Shownotes. Und als kleiner Spoiler, es gibt das Buch inzwischen in über dreiig Sprachen, auch wenn ich das richtig in Erinnerung habe, in bayerisch, ne?
Aber auch, ich sag mal, in Dialekten finde ich sehr schön. Und der ganze Source Code zu dem Buch, den habe ich auch noch mal in die Show Notes gepackt. Wer also da ein bisschen tiefer einsteigen möchte, das könnte euch enablen, vielleicht eine Übersetzung dazu zu steuern, falls diese noch nicht da ist.
Das ist auch jetzt mittlerweile so eine von den Sachen, also wenn es darum ging, wer hat denn da noch mitgeholfen, dass das erfolgreich war? Also da kam dann halt auch nach relativ kurzer Zeit, als ich das deutsche Buch noch hatte, das englische nur so paar Skripte so mit, also war noch nicht finalisiert. Dann kam schon aus Italien auf einmal von einem von den Ehrenamtlichen von der FSF auf einmal ja guck mal, ich habe das auch auf Italienisch gemacht und das war jetzt nicht so einfach der Text, sondern da war schon ein PDF, wo Bilder mit angepasst waren auf Italienisch auf einmal und das alles gemacht war. Und er hat gesagt, ja, ich habe das jetzt hier auch mal in so ein Git Repository reingestellt und habe hier ein paar Tools gemacht, um das zu automatisieren und mir das Sachen zu vereinfachen, um das zusammenzubauen. Und ich habe da drauf gedacht geguckt und habe gedacht, wow, was ist das denn? Und habe auch der Sandra, schau mal, ich habe das hier gerade gekriegt, da ist alles schon angepasst hier auf Italienisch und das sind so handgeschriebene Sachen mit drin. Ich meine So, das ist ja krass. Und also der war jetzt kein Designer, sondern das war einer, der macht normalerweise Embedded System Systems Entwicklung und solche Dinge. Und der hat dann halt da runtergerockt gehabt. Der hat dann angefangen das Ganze so zu machen, dass das einfacher ist für andere mitzumachen mit dem Repository davor waren das halt bei mir so Textdateien, die ich halt mit den Verlagen hin und her geschickt habe. Da hat er angefangen wirklich dann Dateien zu machen, um das selber zu setzen mit freien Software Tools, weil die Verlage hatten halt keine freien Software Tools dafür. Und so fing das dann an. Und dann war das halt so, dass der weniger Zeit hatte. Der hatte, das war der Luca Bonizi, der hat zum Beispiel auch einmal Lenovo mit verklagt, weil die ihm die Windows Lizenz für seinen Laptop nicht gegeben haben. Und das ging dann zwei Jahre vor dem italienischen Gericht und am Ende musste Lenovo Euro bezahlen dafür, dass er, weil die gesagt haben, Lenovo hat das wirklich alles dafür getan, das zu verhindern, die müssen das jetzt als Strafe an ihn bezahlen, wovon er dann auch ein Großteil an die FSFE und an andere freie Softwareorganisationen gespendet hat. Und der hat gerade angefangen so ein Pilotsystem zu machen, dass wir in Italien so Lizenzen mit zurückfordern kann, diese Windows Lizenzen. Und dann ist der Nico Riecken mit reingekommen, der den Vortrag dort mit mir gehalten hatte, der dann gesagt hat, er hilft dort mit, weil er gerade auch an der niederländischen Übersetzung mit dran war. Und dann der Peter, der aus Norwegen, der hatte schon am Anfang immer wieder gesagt, können wir das nicht in Weblate umstellen, auch so, damit man einfach übersetzen kann. Der da mitgeholfen, uns davon überzeugt, das umgebaut und dann ist das halt auch wirklich explodiert, die Übersetzung, die da noch mit reinkam, nachdem das dann auch auf Weblay mit drauf war.
Ich finde die Story so schön und auch dieser Fossam Talk, nehmt euch mal eine Dreiviertelstunde, zieht euch den mal rein, was dahinter eigentlich steckt. Das finde ich wirklich, wirklich faszinierend. Lass uns mal ein bisschen weg von der eigentlichen Technik zum, ich nenne es mal Impact des Buches kommen. Klar, Lizenz hatten wir gerade schon gesprochen, aber du bist ja auch mit dem Buch sehr viel unterwegs, du machst Lesungen, es gibt inzwischen einen Kinofilm, es gibt diese Subseite von diesen Briefen von diesen Kinderbriefen, von diesen Kinderzeichnungen, die ich ja schon erwähnt hab. Was war für dich so die Impact Story, die dir hängen geblieben ist?
Das ist total schwer. Der eine, also das ist wirklich, ich habe es ja gemeint, da hat mich vieles einfach komplett umgehauen. Also das mit Frankreich, das war für mich einfach so total umwerfend. Dann für mich so dieses, was immer wieder so mit ist, ich gehe dann vorlesen in der Schulklasse oder dann wurde ich auch mal eingeladen in so einem Kinoraum in Offenburg. Das kam daher, die hatten mich angefragt, die haben so einen Digitaltag gehabt. Dann haben sie gemeint, ja, ob ich das in zwei Schulklassen da vorne lese, Ja, kann ich gerne machen, habe ich Lust drauf. So komme ich nach Offenburg und lese das. Und dann kam auf einmal, oh, da hätten sie jetzt noch mal Lehrerinnen gemeldet, die würden da auch gern dabei sein, ob ich das denn auch für mehr machen würde. Ja, mache ich auch für mehr. Fünfzig ist auch kein Problem. Dann, ich habe jetzt noch mal mehrere Anfragen reinbekommen, die wollen auch dabei sein. Ja, also von meiner Seite aus, ihr müsst nur gucken, dass die Leute mich halt hören und dass sie die Illustrationen sehen, die ich zeige. Und dann haben die letztlich den größten Kinoraum in Offenburg angemietet. Der Oberbürgermeister war dann da und hat die Kinder vorher noch eingeheizt Und dann sitzt du in so einem Kinoraum. Beim ersten Mal waren es ein hundert fünfzig Kinder. Danach, nachdem mit Corona die Restriktionen weniger waren, hatten wir auch noch mal ein Jahr, wo es noch mal mehr waren. Und dann hast du da ein Kino voll und du liest das vor und danach bebt der Raum und die applaudieren und hören gar nicht mehr auf, Fragen zu stellen. Und die Lehrer müssen dann irgendwann sagen, wir müssen jetzt aber mal zurück zum Unterricht, jetzt Schluss mit Fragen. Also das ist schon so eine Stimmung in so einem Kinoraum. Das ist schon umwerfend. Und dann aber auch in den bisschen kleineren Kontext, wenn man dann das so dreiig Kindern vorliest und dann kommt danach, dann kommt so zwei Mädchen vor und ja, wir wollen jetzt programmieren anfangen, wie machen wir denn das? Oder bei einer anderen Lesung, das waren ein hundert fünfzig Kinder in so einer, wie so eine alte Kirche oder was das war in Bayern. Und da habe ich das vorgelesen, auf einmal steht ein Kind bei der Fragerunde mit auf und meint weißt du überhaupt, dass es auch jemand gibt, die auch Ada heißt, die Ada Lovelace und das war die erste Programmiererin und die hat auch so eine Flugmaschine gebaut und fängt an so ein Kurzreferat über Ada Lovelace zu halten. Und da kam mir bei der Tränen, also als ich das gesehen hatte, die stellt sich da vorne hin bei ein hundert sechzig Kindern und hält so ein Kurzreferat über Ada Lovelace. Also das war ein großartiger Moment, das mit zu erleben.
Du hast jetzt so beiläufig erwähnt, da gibt es einen Film. Wie kommt man denn zum Film? Also du hast es jetzt nur so gesagt, wir haben da auch einen Film, aber wie kommt man denn von dem Buch zu einem Film?
das erste, was ich gerade gemeint hatte, war, dass ein Kino angemietet worden ist, um so habe ich dann auch gelernt, heißt das ein Bilderbuch Kino zu machen. Das heißt, man zeigt die Illustration auf dem auf der großen Kinoleinwand und liest dann was vor. Das ist das Format, was ich gerade gemeint hatte. Aber ja, wir kamen dann auch mit dorthin. Also ich habe angefangen eben das viel vorzulesen, habe das jetzt mittlerweile müssten jetzt schon über ein tausend sechs hundert Kinder, denen ich das mit vorgelesen hatte, bei so Veranstaltungen mit gewesen sein. Dann haben andere bei FSF Ehrenamtliche auch angefangen, das mit vorzulesen. Aber wir haben, wir hatten mehr Anfragen und wir hatten auch ein paar Leute aus Italien vor allem, die gesagt haben, ja ich bin so ein bisschen schüchtern, was so Vorlesen angeht, könnte man das nicht als Film haben? Das wäre viel einfacher. Dann war er so eine Diskussion bisschen, aber wie ist denn das? Dann brauchen wir die ganze Technik. Das haben viele Schulen auch gar nicht so, ist gar kein Problem. Ich kaufe einen Beamer, ich kaufe Boxen und gehe dann da einfach in die Schulklasse und baue das da auf, Dann können die das sich angucken. Danach rede ich mit denen über Technik. Nur das mit dem Vorlesungs ist nicht so ganz mein Ding. Und daraus ist dann auch somit die Idee entstanden, dass wir dann Film draus mitmachen. Und da haben wir dann mal angefangen zu gucken, wie viel kostet sowas denn, wenn man das jetzt so als einfache Produktion mitmacht. Also bei Film ist dann nochmal komplett andere Liga als ein Buch. Da redet man dann schnell über eher so Millionen und so, wenn es dann um Filme geht. Aber wir haben dann geschaut nach einem Studio, was dann so sehr einfache Illustrationen mit mitmacht, also die, die schon vorhanden sind und die etwas bewegt und das mit nutzt, um da die Kosten mit einzuschränken. Und da haben wir dann auch einen Fundraiser zugemacht, kannten auch schon viele Leute eben die Geschichte, haben dann viele Unternehmen und Einzelpersonen aus dem freien Softwarebereich haben dann damit das Ganze unterstützt, dass wir, das waren damals so Euro ungefähr, um das hinzubekommen in gleich ein paar Sprachen, aber auch mitzumachen. Das hat dann das Studium Monströs hat das damit umgesetzt. Also da hat man dann auch wieder mehrere Leute, die an dieser Geschichte mit beteiligt waren, die da damit geholfen haben, das dann in den Film mitzubringen. Und das ist letztlich eigentlich vom Format her so, die Geschichte wird einmal vorgelesen, das ist das Audio und dazu sind Illustrationen dann noch, die bewegen sich und sind animiert. Und das haben wir dann mit gestartet. Und das war der andere Moment, der wirklich auch so, da kam ja auch die Gänsehaut, wir haben dann das größte Kino Deutschlands gemietet, das ist die Lichtburg in Essen und da kriegt man bis zu ein tausend zwei hundert Leute, glaube ich, rein. Und hatten dann in Kooperation mit einer anderen Organisation dort in Essen und mit den Schulen, da haben dann auch Leute sehr begeistert mitgeholfen, das an alle Schulen zu schicken. Und wir hatten dann über acht hundert Kinder dort in diesem Kinoraum, Kinosaal und hatten dann als Moderatoren so zum Anmoderieren noch eine Moderatorin vom kika Kanal und die hat da angefangen und als das dann losging, ja und wollt ihr jetzt den Film sehen und dann diese acht hundert Kinder in diesem Raum dann da geschrien haben, so da wo das war, das war wirklich umwerfend dann auch so für mich selbst dann auch noch mal mit, dass dann meine Kinder mit bei sein konnten und dann oben so im Kinoraum sitzen konnten und sehen konnten, was daraus geworden ist aus den Geschichten und den Ideen, die sie ja da auch mit hatten. Also das war definitiv auch einer von den Punkten, die dann noch mal so richtig mit umgeworfen hat und da eben auch wieder so, also ein hundert pro, also o'reilly hätte da auch zugestimmt, dann Film daraus zu machen, aber man musste halt nicht fragen, also man war da nicht drauf angewiesen, sondern man konnte halt denen sagen, man macht das, aber war jetzt nicht so, dass man die Idee als erstes denkt, oh kriege ich das, kriege ich das überzeugt und wie kommen wir denn das hin, sondern eher so, okay, kriegen wir das hin, dass wir das Geld in einem Fundraiser zusammenkriegen, wenn wir das hinbekommen, mit wem können wir das machen? Und das waren halt eher so die Fragen und nicht erlaubt mir jemand, meine eigene Geschichte in anderen Formen irgendwie weiter zu gießen.
Zu der Kinostory, da hast du mir im Vorgespräch auch gesagt, dass es gar nicht so einfach war, eine MP Datei oder ähnliches dem Kino zu schicken, sondern dass du dann anscheinend gelernt hast oder ihr gelernt habt, dass ein Kino ein spezielles Format braucht und so weiter und so fort. Und wenn ich das richtig in Erinnerung habe, hat sich die Lichtburg Essen, also ich möchte jetzt auch noch mal wieder eine Lanze für den Pott brechen, also fürs Ruhrgebiet und es ist ein unglaublich schönes Kino mit oben mit so einer Terrasse und allem drunter. Ich bin da, ich bin da circa ein bis zweimal im Jahr, auch wegen solcher Art von Film, Aber wenn ich das richtig in Erinnerung habe, hat dann die Lichtburg Essen euch geholfen, diesen Film in das Kinoformat umzumünzen.
Genau, also Kinos, also die großen Kinos, die spielen jetzt nicht einfach irgendwelche normale Videodateien ab, wie man sie so kennt, oder die machen auch nicht so eine DVD mit rein, sondern die haben etwas, das nennt sich DCP Dateien und in dem Format wird das dann angeliefert. Das stellt dann sicher, dass diese ganzen Soundsysteme da dann mit funktionieren, dass alles richtig, richtig abläuft. Und wir hatten halt für die Kinopremiere dann das bei der Lichtburg mit in Auftrag gegeben für die deutsche Version. Und danach hat mir dann der, der daran gearbeitet hat, hat mir geschrieben, hat dann einmal halt den Film ja auch selber angeguckt und dem hat er auch sehr gut gefallen und hat gemeint, also wir haben das jetzt hier gemacht, wenn ihr das für andere Übersetzungen braucht, das werden wir in Zukunft sehr, sehr gerne kostenlos für euch übernehmen. Wir haben hier die komplette Toolchain, bei uns ist freie Software und hat dann kurz erklärt, was sie da alles mitbenutzen, um diese DCP Dateien zu erstellen, also von den ganzen Tools davor zu dem FTP Server, zu alles, was sie damit hatten. Und das ist jetzt für uns halt natürlich auch ein super Luxus dort, dass wir dann, wenn neue Sprachversionen kommen, schicken wir die dann mit den Festplatten dann da an die Lichtburg, also den Rohdaten und dann konvertieren die das und dann sind dann wieder die Gigabyte weise die Daten dann wieder auf dem Postweg zu uns, damit wir das dann alles bei uns einpflegen können und das ist auch alles bei uns auf der Webseite mit verlinkt. Das heißt, wenn man jetzt Lust darauf hat, mal eine coole Veranstaltung zu machen, sich so ein kleines Kino mit anzumieten, dann kann man das eben machen. Also das ist auch, was jetzt schon gemacht worden ist dann zum Beispiel in Dänemark hat unsere Lokalgruppe dort dann auch in Ahoi die Kinopremiere mit organisiert gehabt, da ist das mitgelaufen. Und ja, da haben wir in anderen Ländern dann auch, wo wir noch schauen wollen, wie man das dort mitmachen kann, dass man das mit organisiert oder auch, ja, gab auch schon ein paar Unternehmen, die auch da Interesse dran hatten, dass sie mal für eine Firmenveranstaltung für die Familien das dann so einen kleinen Kinoraum mal mit organisieren und dafür ist das mit da für alle Kinos, die DCP Dateien wollen.
Den Download von den Kinofiles habe ich euch auch noch mal in den Shownotes verlinkt, weil ich fand den nicht so einfach zu finden. Aber falls ihr Kinder zu Hause habt oder Patenkinder, so wie ich oder ähnliches, den Film selbst, der ist dreiig Minuten lang, packt den auf euren Fernseher, schaut den Film. Ich habe mir in letzter Zeit, ich glaube, ich habe mir vor vier Wochen mit meinem Partnerkind angesehen und so ganz klassisch mit Popcorn und hin und weg, besonders weil sie das Buch natürlich schon
kann und Himbeereis, also irgendein Eis wäre schon ganz gut, weil also das ist eine Erfahrung, die ich auch gemacht habe, habe, dass nach dem Buch die Kinder dadurch, dass auch viel Eis vorkommt, schon Lust auf Eis haben. Und da haben wir auch noch was ganz Tolles. Also das ist auch so einer von den Momenten, ich springe noch mal ganz kurz zurück hier, der Luca Bonisi, von dem ich erzählt hatte, der die italienische Übersetzung gemacht hatte, diese Toolchain mit angefangen hatte, Lenovo mit verklagt hatte, der hat dann bei einer Lesung in Italien gemeint, er kann Eis mitbringen und dann hat sich rausgestellt, dass er da auch irgendwie so eine Lizenz hat, dass er so Eis mitmachen und mit verkaufen oder produzieren kann und der hat dann so eine so eine große Kühltruhe mit ganz vielen verschiedenen Eissorten und hat dann auch so Schilder gemacht, wo diese Rezepte für die Eise mit so drauf ist. Das packt er dann hinten in sein Elektroauto rein, wo er eine Steckdose hat, um das Eis kalt zu halten. Und damit ist er dann gekommen, haben wir da eine Lesung gemacht für ein hundert fünfzig Kinder und danach haben die alle Eis gekriegt. Die konnten sich das dann da aussuchen, welches Eis sie wollen, haben das Rezept gesehen und da gab es dann Eis und das haben wir mittlerweile schon bei ein paar Veranstaltungen gemacht, dass er dann mit dem Elektroauto kommt. Und wir hatten hier letztes Jahr hatten wir dann auch mal einen Treffen von Ehrenamtlichen von der FSF, da hat jetzt nichts mit dem Film zu tun, aber da kam er dann auch mit dem mit dem Wagen und dem Eis mit an. Da gab es dann für alle Eis und die FSF feiert dieses Jahr fünf und zwanzig Jahre. Da sind wir dieses Jahr in Krakau nach der Europython dort und ja, da wird auch eiskalt und das ist natürlich großartig. Also von daher Eis ist immer gut mit zu organisieren.
Es ist aber auch so, dass ihr wirklich viele Versionen habt. Also angefangen hat es irgendwie mit dem deutschen Text, wie du erwähnt hast und dann die Illustrationen natürlich obendrauf. Mittlerweile gibt es einen Kinofilm, was ihr auch sehr schön im Fosstim Talk gefunden habt, dass es eine Braille Version gibt für Leute, die eben nicht sehen kann Und was mich so fasziniert hat, dass ihr eben nicht nur den Text in Braille übersetzt oder übersetzt, keine Ahnung, ob man übersetzen sagen kann, gedruckt habt, sondern eben auch die Illustrationen.
Ja, da hatte sich jemand gemeldet von so einer Bibliothek für Menschen mit Sehbeeinträchtigungen und die hatten gemeint, ob wir denn auch für die Bilder so Textbeschreibungen haben, also Alttext für die Illustration. Und dann haben da auch schon gleich ein paar von den Ehrenamtlichen, die gerade an anderen Texten, Texten mitgearbeitet haben, das auch gleich schon in ihre Übersetzung mit eingebaut, haben dann auch da Feedback sich geholt von Menschen, die die Sehbeeinträchtigungen mit haben. Und dann ist das wirklich richtig großartig geworden, wie detailliert die Illustrationen beschrieben waren. Also das war auch wieder sowas, als ich das der Sandra dann da mal geschickt hatte und die das sich angeguckt hat, hat sie gemeint, das ist ja großartig, wie dort meine Illustration mit beschrieben worden sind. Und das ist dann auch mit alles mit übersetzt worden, dass das verfügbar ist. Und das kann man dann eben, diesen Alttext haben wir dann eben statt den Illustrationen mit, also das wird gestanzt, dann in die Seiten mit reingestanzt, dass das dort erklärt ist und ist auch ganz spannend so, weil manche Leute, also hier der Nico sagt das auch in dem Fosstem Talk, es gibt so ein paar Details in den Illustrationen, die nicht gleich so ganz offensichtlich sind. Zum Beispiel hat er das erste Mal in dem Alttext, als er das übersetzt hat, gesehen, dass eins von den Mädchen eine Beinprothese trägt. Das ist ihm vorher gar nicht aufgefallen, ist aber dann wieder andersrum so. Also ich habe ganz viele Leute, mit denen ich gesprochen hatte oder die davon hören, haben mir gesagt, kennen sie gar nicht, also haben sie vorher gar nicht gemerkt. Andersrum wieder, wenn man jetzt aus einer Familie das Buch liest, bei denen ein Elternteil eine Prothese hat, das Kind hat das natürlich sofort gemerkt. Und ich habe auch einmal wieder auch wieder einer von diesen Momenten, die für mich so einer dieser Gänsehaut Momente waren, dann bekomme ich von der arabischen Version auf einmal ein Bild von jemandem geschickt, dem seine Frau arbeitet bei Ärzte ohne Grenzen und ging um ein Krankenhaus im Libanon und dann war das ein Bild, auf dem halt ganz viele Kinder aus dem Krankenhaus drauf sind, die das Buch dort hatten wir und die haben halt alle eine Prothese, weil das alles Kinder sind, die dort aus Kriegsgebieten in das Krankenhaus gekommen sind. Und das ist dann schon so ein Moment, wenn du das dann siehst, dass da Kinder das Buch dann dort lesen und wo du merkst, wie mit wie wenig man auch in so einem Buch letztlich das hinbekommen kann, dass die Kinder sich mit so einer Geschichte noch mal stärker identifizieren können und auch mit sehen, ich kann sowas auch alles machen, auch wenn ich eine Prothese habe und auch eben somit zu sehen, dass sie da auch irgendwie mit drin vorkommen in der Geschichte. Und also das fand ich, das war für mich auch einer von solchen Momenten, die das war, da kam mir die Gänsehaut, als ich das gesehen habe, das Bild.
Du hattest mir im Vorgespräch bereits die Story mit der Prothese erzählt und zwischen dem Vorgespräch und dieser Aufnahme hier habe ich da echt viel drüber nachgedacht und was mich wirklich fasziniert für uns als Autoren oder Illustratoren, glaube ich, zu denken, dass die Zeichnung, also es kostet uns ja nichts, ein Kind mit Prothese oder zwei Beinen zu zeichnen. Also der Unterschied ist ja marginal, würde ich mal glauben.
Ich nehme es schon ein bisschen mehr Aufwand, glaube ich, wird es, ist es schon. Da nehme ich jetzt mal die, denke ich mal, für die Sandra. Aber ja, es ist überschaubar, würde ich mal sagen.
Ganz genau. Und der Impact, den das hat, also ich habe keine Prothese, aber der Impact hat mich so überrascht und die Story, das ist ja so, ja, ich weiß gar nicht, schön ist das passende Wort, glaube ich, hier. Und da habe ich viel drüber nachgedacht und ich finde es wirklich faszinierend, was eine kleine Änderung, was das dann bewirken kann. Jetzt ist es aber nun mal auch so, und das weiß jeder, der sich schon mal, ich nenne es mal exposed hat, der etwas schon mal öffentlich ins Internet gestellt hat. Es gibt auch negative Stimmen, Learnings, Reaktionen und Kritiken, sagen wir es mal. Also es gibt nicht immer nur die schöne positive Seite, sondern vielleicht auch Sachen, mit denen man initial nicht gerechnet hat. Von den kritischen Stimmen, die dich jetzt über die Jahre erreicht haben. Welche Reaktionen haben dich denn am meisten überrascht oder bzw. Damit hättest du nicht gerechnet.
Ich hatte eine Sache, da wurde gesagt, dass das Buch rassistisch mit ist, weil Ada von der Person, die die Rezession geschrieben hat, als schwarz mitgedeutet worden ist. Und das wäre ja, würde Yasus Stereotype mit befeuern, wenn jetzt Ada, die ist schwarz und die hat kein Geld und die Familie hat kein Geld und wohnt in finanziell ärmlichen Verhältnissen und deswegen kann man das auf gar keinen Fall irgendwie Kinder mitgeben, die schwarz sind, weil das diese Rolle mit bestärkt. Das war was, das hat ja, das fand ich, da hatte ich nicht mit gerechnet gehabt zum und fand das dann auch echt schade, dass das bei der Plattform, bei der die Rezession drin war, nicht möglich war, dass man auch mal in Kontakt mit den Leuten mitkommen kann, um das noch mal ein bisschen besser zu verstehen oder auch um ein bisschen die Hintergründe zu erklären, woher das mitkam. Und das kommt jetzt auch mit von dem Aspekt, dass die Sandra das auch in vielen von ihren Zeichnungen immer so macht, dass die Hautfarben eben jetzt auch nicht nur einfach eine weiße Hautfarbe, sondern viele unterschiedliche Hautfarbe Farben auch mit sind und die Ada hat halt eine dunklere Hautfarbe mit. Allerdings ist das so, dass jetzt zum Beispiel auch in der Geschichte der Präsident eine dunklere Hautfarbe hat als Ada. So von daher hatte ich jetzt von der Kritik, also wir haben das sehr stark versucht so mit auszubalancieren, dass da unterschiedliche Sachen mit vorkommen und dass das jetzt eben nicht so dieses sein soll. Ja, das was da kritisiert worden ist, also das ist was, das ist natürlich dann Kritik, die hatte ich so nicht erwartet und das trifft einen dann auch mal, wobei ich halt auch ganz viel andere Erfahrungen gemacht habe von dann wieder anderen Menschen, die das gelesen haben. Und also ich war, ich war einmal in den USA und habe da auch eine Lesung gemacht gehabt und das war in einer Schule, in der wirklich die Minderheit weiß war und die Kinder, die haben das Buch so gefeiert und die kamen an und irgendwie eins von den Kindern hat angefangen, ob ich denn hier eine Unterschrift ihnen geben kann, da was signieren kann und Autogramm. Genau, ein Autogramm geben kann. Und dann war das letztlich so, dass ich dann da saß und jedem der Kindern ein Autogramm geben musste und eins von den Mädchen, die auch noch fast die gleiche Frisur hatte wie Ada, die saß dann da noch neben mir und hat das dann auch für mich gemanagt, hat immer was willst du genau dort stehen haben, wie groß soll es sein? Und dann durfte ich das dann machen. Und da hatte ich das Gefühl, dass die das, dass die sich eben sehr stark damit identifizieren konnten, dass Ada eben nicht ganz weiß war, sondern dass die eben eine dunklere Hautfarbe mit hatte. Und ja, also hatte ich auch von anderen Familien jetzt dann so mitbekommen. Und es ist dann halt schade, wenn man, wenn man sowas, also man hat so vor den Aspekt auch mit gut und verantwortungsvoll somit mit umzusetzen und dann wird das von anderen Leuten halt so in eine ganz andere Art und Weise mit wahrgenommen, als man das so mit vorhatte. Aber ja, ich meine, das ist was, damit muss man glaube ich halt leben, gerade auch wenn man Dinge macht, die dann auch mal in Print gehen und die dann halt viele Jahre vorhanden sind, dass wenn man jetzt etwas macht, dass man manche Dinge auch nicht einfach noch mal korrigieren kann, selbst wenn man es dann nachher wollen würde. Jetzt in dem Fall bin mir immer noch nicht unsicher, ob ich jetzt, wenn ich das noch mal neu angehen würde, ob ich das überhaupt anders machen würde. Aber das ist halt was, da muss man halt mit drauf klarkommen. Und gab dann auch andere Sachen, die jetzt zum Beispiel bei dem Zangemann gab es auch, da hatte ich mal eine Rückmeldung bekommen aus China, dass das Buch, dass da Bedenken sind, dass das antisemitisch wäre, weil der Zange Mann mit so einer langen Nase und weil er so reich ist und dass das so jüdische Stereotype wären und dass das deswegen antisemitisch war, wäre und lieber die Person das lieber nicht weiter promoten wollen würde. Und das war was, das war für mich wirklich komplett überraschend. Ich habe das dann auch dem Verlag noch mal geschrieben, was die meinen. Das war dann auch im Verlag waren auch mehrere Menschen, die selbst jüdisch sind, mit beteiligt. Viele Leute, die das Buch vorher gelesen haben und auch Reviews gegeben hatten für das Buch, sind selber jüdisch. In meiner Familie gibt es Leute, die jüdisch sind, die dann, die dann das vorher nicht als irgendwie problematisch irgendwie gesehen haben Und daher, also das sind so Sachen, die kommen dann auch manchmal, wo man denkt so wow, da hätte ich jetzt gar nicht gar nicht mit gerechnet, dass sowas mitkommt. Aber ja, das ist halt dadurch, dass man halt dann doch etwas macht, was dann halt so in seinem eigenen kulturellen Kontext halt mit macht, so in Europa, dass man dann wie jetzt Leute aus China da vielleicht drauf schauen oder aus anderen Ländern manche Dinge nicht so ganz mit berücksichtigt. Andere Dinge haben wir zum Glück relativ früh noch bemerkt. Also die ukrainische Übersetzung zum Beispiel, da kam dann auf einmal die Übersetzung, wir glauben, wir brauchen Änderungen bei den Illustrationen, weil das Logo von Zange Man, das können wir in der Ukraine nicht verwenden. Und das ist natürlich was zum Glück haben die das gemerkt, weil ich hätte da gar nicht mit gerechnet, dass das Zangemann Z Logo eben dieses Z, was auf den Panzern von dem russischen Militär mit drauf war, halt assoziiert wird, weil das Z in dem Alphabet halt nicht vorkommt. Und deswegen alles, was halt sehr ähnlich dann aussieht, halt jedes Z auch sehr sehr gleich aussieht. Und das ist, was jetzt die meisten Leute in Deutschland, glaube ich, wenn man denen beides zeigt, die würden das sagen, ja okay, das eine ist ein eines Z, das andere ist ein anderes Z, also sind unterschiedliche Z, das ist nicht so so ähnlich. Aber für ein Kind, was einen Panzer mit einem mit so einem Z drauf fahren hat sehen und hat sonst so einen Buchstaben nicht im Alphabet, da ist das dann halt doch was, was dann nachher halt auch retraumatisieren kann. Und da war ich sehr froh, dass das jetzt vorher dann bemerkt wurde und dass wir das vor der Veröffentlichung gefixt hatten.
Wir kennen es ja alle oder zumindest alle, die in irgendeiner Form so internationale Software schreiben oder Webseiten, Webseiten machen, weil du hast ja dann genau die Probleme, dass Rot bei uns negativ konnotiert ist und in asiatischen Raum glaube ich eben umgekehrt oder so oder eher positiv oder Icons, dieses klassische Sparschwein gibt es ja auch nur irgendwie bei uns. Also bei Büchern ist es natürlich noch dramatischer, weil wenn du die mal gedruckt hast, dann hast du die halt gedruckt. Bei der Software kannst du vielleicht noch eher schneller was updaten. Aber wenn du jetzt so zurückblickst auf die ganze Zeit Geschichte, würdest du jetzt irgendwas anders machen, wenn du das Buch noch mal schreiben würdest, schon im Vorhinein in irgendeiner Form oder sagst du, es war ein guter Prozess und learning on the go?
Also letztlich ist das so, ich bin total happy, wie das gelaufen ist und da waren Phasen drin, wenn ich jetzt das, was ich jetzt wissen würde, hätte ich wohl ein bisschen abkürzen können, Aber dann das ist ja immer so, dass man wo was mit lernt und auch das Lernen hat letztlich war auch ein schöner Prozess, dass man sieht, was man alles so Neues lernen kann. Und also für mich ist das jetzt so, dass ich, dass ich da eigentlich von den Sachen, die es da gewesen sind, ich würde es wieder so machen und paar kleinere Fehler oder paar kleinere Dinge, die nehme ich gerne für das in Kauf, was jetzt daraus geworden ist.
Wenn jemand das hier hört und mega Story, wie kann ich ein Teil davon werden? Was wäre der erste Einstieg? Was würdest du empfehlen?
Ich würde Besorgt euch das Buch oder schaut euch den Film an und nehmt dann entweder den Film oder das Buch und zeigt das jemanden einem Kind, einem Jugendlichen und schaut euch das zusammen an oder lest das zusammen und geht mal auf die Fragen ein von denen. Also ich find das Lesen gerade so eins zu eins noch ein bisschen schöner und dann eher als zweiten Schritt den Film und würde es einfach mal ausprobieren, mal ein, zwei Kindern mal vorzulesen. Und für mich selbst ist es so, das ist mega motivierend, das macht mega Spaß, das zu tun. Das ist so wirklich, da ziehe ich so meine Energie her. Wenn wir dann an anderen Tagen wieder in Prozessen drin hängen, wo wir dann die Apple hier vom Europäischen Gerichtshof verklagen oder irgendwelche anderen Themen, wo es einfach so Mühlen Arbeit hier ist. Das gibt so viel Energie, das ist so toll, die Kinder zu sehen, was für Ideen die damit entwickeln. Und wenn euch das Spaß macht, dass ihr das mal in so einer kleineren Gruppe macht, dann guck mal, ob es nicht irgendwie. Vielleicht gibt es eine Schule, einen Jugendclub, ganz viele Lehrerinnen sind total happy, wenn man da mal was vorlesen kommt und mit Kindern über Technik redet, weil die oft nicht wissen, wie kann man das im Unterricht mit verwenden und da einfach mal anfangen und das zu machen. Also das ist so diese, wenn es nur eine Sache gibt, dann lest das Buch mal jemanden vor oder guckt den Film zusammen mit jemandem und redet mit jungen Menschen über die Themen, die da drin vor.
Ich habe das Buch auch mit meinem Patenkind gesprochen und das ist vielleicht auch einer der wichtigsten Trigger für diese Episode. Wenn ihr Eltern seid oder Onkel, Tanten oder ähnliches, nutzt das Buch ruhig mal als Gesprächsanlass, um mit den Kindern über Technik und Softwarefreiheit zu sprechen. Aber eine Sache, die ich ja schon vorhin ganz kurz geteasert habe, ist das falsche Verständnis bzw. Ein überraschendes Verständnis, was man Patenkind hat. Auf einmal sagte ich möchte wie Zangemann sein. Ich sag warum das denn jetzt? Ja, der bestimmt immer welche leckeren Eissorten es gibt. Und ja gut, das ging dann halt so ein bisschen in die andere Richtung und dann haben wir da halt ein bisschen Gespräche, aber wäre das nicht voll toll, wenn deine Freundin und so weiter auch mal ihre Lieblingseisorte hätte und so. Also da haben wir halt darüber gesprochen und ich weiß nicht ganz, ob ich es gedreht bekommen habe. Ich schaue mal, muss ich mal die Tage noch mal nachhorchen. Aber das ist auf jeden Fall, wir hatten, ich glaube, eine Stunde oder anderthalb sehr intensives Gespräch über diese Sachen und
das war eine tolle Sache. Also vielleicht ist das ein Trigger. Bestellt euch das Buch mal, kostet sechzehn, siebzehn, achtzehn oder sowas. Es ist wirklich schnell zu lesen, also wirklich so keine zehn Minuten. Als Erwachsener liest man das, erstellt durch vielleicht dann einfach mal die Kreativität der Kinder triggern, weil es ist kein Scherz und ich erzähle das jetzt nicht nur, weil das irgendwie die Episode befeuert, sondern mein Patenkind hat wirklich sofort Stift und Zettel genommen, hat sofort ihre eigenen Maschinen gezeichnet und Ideen gehabt und was sie mit mir bauen möchte und allem drum und dran. Und das fand ich wirklich, wirklich schön. Und im Internet gibt es halt auch eine zwei Seiten und zwar einmal Letters to Zange Man. Das sind Briefe von Kindern, die an Zange Man geschrieben wurden und die haben anscheinend die Free Software Foundation Europe erreicht und einmal Drawings, also Zeichnungen von Kindern, was sie damit auch bauen wollen. Und diese Sachen wurden auch veröffentlicht. Die Links findet ihr in den Shownotes. Und falls ihr auch irgendwie noch Zeichnungen habt oder sowas, gibt es auch eine Share Picnic Plattform, wo man die ganze Sache ebenfalls an die Free Software Foundation teilen kann, glaube ich. Ist das richtig?
Also reiche Leute wollen ja oft nicht so ihre Adresse mit veröffentlichen. Also wir werden Briefe, die Kinder gerne an den Zangemann schreiben oder auch an die ADA geben wir gerne dann mit weiter. Das ist eine Sache, die wir machen und wenn wir das Recht dazu bekommen, dann veröffentlichen wir das auch auf unserer Webseite. Das andere mit dem sharepic, das ist so die zweite Sache. Also wenn er das Buch Buch gelesen habt, mal vorgelesen habt und ihr wollt anderen Leuten sagen, so dass das cool ist, dass sie sich das vielleicht auch mal angucken sollten, dann könnt ihr auf diesen sharepic Generator gehen, könnt dort ein kleines Bildchen von euch rein machen oder von irgendwas anderem und zwei, drei Sätze schreiben, warum ihr das gut findet oder was ihr daran gut findet oder wie ihr das findet und könnt dann diese Grafik, die davon generiert wird, mit anderen Leuten teilen und sagen so guckt mal hier, da gibt es gibt es diese Ressource, damit das mehr Leute sehen, weil wir haben eben nicht so ein großes Marketingbudget, wie jetzt manche großen Kinderbuchverlage haben. Wir sind darauf angewiesen, dass Menschen anderen Leuten sagen jetzt ist ja hier bald Weihnachten, ich selber verschenke das Buch oder guck mal hier, das gibt es hier, das könnt ihr doch da auch verschenken an andere. Ich habe das jetzt auch schon organisiert. Das ist was. Darauf sind wir angewiesen, dass das verfügbar ist, dass das mehr Eltern erfahren, dass das mehr Kinder geschenkt bekommen, dass das Bibliotheken mit gespendet bekommen, dass sie das mit sich bei sich aufnehmen können, dass mehr Lehrerinnen davon hören, dass das mit da ist, dass das als Open Educational Resource verfügbar ist. Das heißt man kann das dann nachher in dem Hardcover lesen und hat das ebook kann man an alle Leute verschicken, an alle Schülerinnen in der Klasse danach und den Film kann man vielleicht auch noch gucken, dass das da ist und damit kann man, also der Sharepic Generator, damit kann man so seine eigene Ansicht zu dem Buch mit anderen teilen.
Jetzt noch ganz kurze Frage, weil das ist immer so was Leute auch was für eine Altersgruppe würdest du sagen, ist ideal für das Buch?
Also das deutsche Buch hat der Verlag dann gesagt ab sechs Jahren und ich habe das auch vielen Kindern ab sechs Jahren gelesen. Meine eigenen Kinder waren jünger, als ich das Buch mit denen gemacht hatte und die Geschichten, ich weiß von anderen, die haben das auch gesagt, ist auch schon jünger von sechs bis ein hundert sechs Jahren, sagen wir einmal. Also gerade so die anfangs sechs bis zehn ist super zum Vorlesen. Also das waren auch so die Schulklassen, denen ich das vorgelesen habe, das war immer so erste bis vierte Klasse richtig gut und warum bis ein hundert sechs? Eine Sache, mit der ich nicht gerechnet hatte, war, ich habe auf einmal die Rückmeldung, oh ich habe das meinen Eltern geschenkt, endlich verstehen die mal, was ich hier, was ich hier mache und warum ich hier so für freie Software arbeite Und wir hatten Leute, die gesagt, ich habe das doch mal so ein Politik auch gegeben, der soll das auch mal verstehen, was da ist Und wir hatten Leute, die haben mir geschrieben, ich habe das unserem Manager gegeben, endlich checkt ihr mal, was wir hier technisch eigentlich machen, was da der Unterschied ist Und von daher ist das auf jeden Fall was, was jetzt auch nicht nur für Kinder mit ist, habe auch schon bei IT Veranstaltungen jetzt für Erwachsene das Buch mal vorgelesen, Menschen lieben Märchen und ein hundert sechs drüber habe ich noch nicht getestet und noch eine Sache so also wenn jetzt hier so die Kinder so ab zwölf, dreizehn, vierzehn, da gibt es immer so eine Phase, die Teenage Phase, da ist das vielleicht mit so einem Märchen erstmal nicht ganz so cool, das ist ja eher so ein bisschen Kinderzeug. Die Älteren, da ist es dann wieder so, die verstehen dann wieder, dass Märchen halt eine Möglichkeit sind, so Wissen auch mitzuteilen. Aber für die Phase von Teenager haben wir bei der FSFE auch was und zwar haben wir einmal im Jahr einen europaweiten Programmierwettbewerb für Teenager von vierzehn bis achtzehn Jahren und das gerne auch mal mit weiter sagen, wenn ihr da irgendwelche Kinder in dem Altersspektrum mit kennt. Youth Hacking for Freedom heißt der Wettbewerb, da können wir den Link auch noch kurz mit reinpacken nachher und das sehr, sehr gerne weiter mit verbreiten. Europaweiter Wettbewerb, man hat ein paar Monate Zeit, was zu machen. Die einzige Bedingung ist, dass die Software danach frei Software ist. Entstehen richtig tolle Sachen. Eins der Veranstaltungen im Jahr, was auch so mein Highlight ist, dort die Gewinnerinnen in Brüssel dann mitzuteilen. Die bekommen dann dort ist so eine Preisverleihung, die bekommen dann Preise von ein tausend vier und zwanzig bis, was sie dann wieder in eigene Ideen so investieren können. Bitte weiter sagen. Wir sind darauf angewiesen, dass das sich auch weiter verbreitet, dass es diesen Wettbewerb gibt.
Viele Firmen machen ja auch ab und zu mal so Elterntage, also viele größere Firmen, wo dann irgendwie jeder, der Vater oder Mutter ist, ihre Kinder mitbringen kann mit hüpfen und so weiter. Und vielleicht findet sich ja eine größere Firma, die so einen Elterntag mal macht und kauft dann einfach mal einen Schwung ein hundert ein hundert fünfzig Bücher und verteilt die in der eigenen Belegschaft. Matthias, wir sind am Ende der Episode angelangt. Vielen lieben Dank. Meine Erwartungen wurden übertroffen. Es war eine richtig wirklich schöne Episode und ich habe immer wieder Gänsehaut, wenn ich darüber nachdenke über die Story und weil die ist, die ist, also ihr habt da was geschafft, da muss ich einfach sagen, muss ich meinen Hut verziehen. Respekt, Begeisterung. Es gibt dieses schöne, es tut mir leid, ich hatte keine Zeit, dir einen kurzen Brief zu schreiben, deswegen gibt es jetzt hier einen langen Brief und irgendwie habe ich das Gefühl, das passt hier so, weil ihr habt ein relativ kurzes Kinderbuch erstellt, was so viele subtile Nachrichten hat, Angefangen von einem Kind mit einer Prothese, mit dem Impact, dann über die kritischen Themen, auch mit Lobbyismus und Monopole und so weiter und so fort, aber das alles so schön kommuniziert. Ich habe das Buch gekauft, verschenkt. Ich glaube, ich werde es mir noch mal bestellen, auch für meinen Bücherschrank hier. Ich weiß nicht, ich bin immer noch hin und weg. Vielleicht ist das meine Liebesnachricht an alle Leute, die an diesem Buch mitgewirkt haben.
Danke nochmal, vielen Dank, das wärmt auch mein Herz und werde ich auch weitergeben an die Leute, die mit beteiligt waren.
Danke für alle anderen, die diese Episode bis hierhin gehört haben. Alle Links findet ihr natürlich in den Shownotes, auch wie ihr selbst aktiv werden könnt. Also falls ihr etwas Geld überhaupt in ein Kino mieten wollt, macht das ruhig. Alle Dateien sind öffentlich. Vielleicht spielt das Feedback auch an die Free Software Foundation Europe zurück. Ansonsten würde es uns natürlich freuen, wenn ihr mehr das Thema von dem Buch teilt oder diese Podcast Episode, um vielleicht für Leute, die mehr an der Background Story interessiert sind, Infos zu geben. Und auch ich habe gerade noch mal nachgeguckt, das Buch kostet sechzehn komma neun null, also recht erschwinglich, deutlich günstiger als ich würde mal sagen, jedes Fachbuch. Das war's von uns. Ich halte jetzt den Brabbel hier und sag, habt noch einen schönen Tag und tschüss zusammen.